Das Wetter wird vielfältiger

Steigt die Temperatur von Luft um 3° C an, so kann sie rund 20% mehr Wasser aufnehmen. Allerdings ist das Wasser dafür nicht überall vorhanden. Fehlt es, kann es auch trockener werden. Die gleiche Menge Wasserdampf hat bei einer um drei Grad höheren Temperatur eine um ein Sechstel geringe Luftfeuchtigkeit. Für Zweifler: 20% Prozent mehr sind sechs Fünftel Gesamtmenge. Im Umkehrschluss beträgt bei konstanter Menge z.B. über der Wüste und einer um drei Grad erhöhten Temperatur die relative Feuchtigkeit nur 5 Sechstel. Zur besseren Vorstellung: Statt z. B. 30% sind es dann nur 24%. Wenn aber die Wassermenge, die aufgenommen wird z.B. über dem Meer, steigt, wird sie , wie früher auch, wieder abregnen oder als Schnee niedergehen. Damit bedeutet eine Temperaturerhöhung eine Zunahme von Niederschlägen. Dies erfolgt aber nicht gleich mäßig.Wo es früher kaum Bedingungen gab, bei der es zur Kondensation kam, entstehen diese auch heute oft nicht. Dort wird es weiter trocken bleiben. Es gibt deshalb die Möglichkeit, dass es zu bestimmten Zeiten an bestimmten Orten weniger regnet und an anderen deshalb umso mehr. Dort drohen mehr Überschwemmungen als früher.

Schneefall und Erwärmung schließen sich nicht aus. Ob der Schnee wie früher z.B. -8° C oder in vergleichbarer Wetterlage jetzt -5° C hat, ist fast egal. Die erhöhte Menge ist es nicht, besonders wenn es mehrere Tage schneit. Das Gewicht des Schnees auf Bäume, Dächer und Stromanlagen kann enorme Schäden verursachen.

Bevor Niederschlag fällt, muss der Wasserdampf kondensieren. Dabei gibt er Energie ab. Das erfolgt ebenfalls stärker als früher. Da das Volumen des Wasserdampfes größer ist als das Volumen von Wasser oder Schnee, entsteht ein Sog (Wind), der stärker ist als früher. Auch die Luft kann sich an solchen Orten zusätzlich erwärmen.

Nehmen die Unterschiede zu, so auch bei Wetterlagen, in denen Tornados entstehen können. Die von mir beschriebenen Folgen betreffen zunächst das Wetter. Es wird zunächst vielfältiger. Dadurch kann man sowohl eine übertriebenen Eindruck vom Klimawandel bekommen( z.B. Dürre 2018 in Deutschland) als auch den Eindruck eines nicht stattfindenden Klimawandels (Schneechaos in den Alpen Anfang 2019).

Als Klima bezeichnet man, grob vereinfacht, den Mittelwert von 30 Jahren Wetter. Das letzte sinnvolle Jahr, für das man 2019 vom Klima sprechen kann, ist also das Jahr 2004. Man kennt also das Klima bis 2004 und kann für den Rest bestenfalls einen guten Näherungswert angeben. Mit wachsender Annäherung an die Gegenwart werden diese Werte wenig brauchbar. Das aktuelle Wetter ist niemals eine Bestätigung für den Klimawandel noch eine Widerlegung des Klimawandels. Klimarekorde sind ebenfalls mit Vorsicht zu betrachten. Man kann allein in Deutschland für jedes Bundesland und jeden Monat einen Wärmerekord, einen Kälterekord, einen Rekord für viel und einen für wenig Wind, einen für besonders viel und einen für besonders wenig Niederschlag, einen für besonders viel und einen für besonders wenig Sonnenschein , Nebeltage und Gewittertage analog, aufstellen. Das kann man auch für jede Jahreszeit und für jedes Jahr machen. Das sind hunderte Rekorde, die man noch durch Rekorde in großen Städten ergänzen kann. Ein Rekordvergleich, der nicht alle Rekorde beinhaltet, ist als Propaganda zu betrachten.