Meine Ansichten zur Klimaänderung und den notwendigen Maßnahmen

Was wir jetzt schon spüren oder wovon wir erfahren, ist beunruhigend. Es wird wärmer und das ist oft sogar angenehm. Aber nicht in Form von Hitzewellen.

Ø Mehr Hitzewellen führen zu mehr Sterbefällen sowie zu schweren und zu mehr Krankheiten wie im Jahr 2003.
Ø Es wird wärmer und es kommt zur Verschiebung von Touristenzielen. Klingt gut, Rügen als neues Ziel wärmeliebender Urlauber. Allerdings sinkt die Wasserqualität der Ostsee und andere Urlauber bleiben weg. .
Ø Auch wegen der Schäden für viele Nutzpflanzen und dem daraus resultierende Preisanstieg für Lebensmittel. .
Ø Es gibt weniger kalte Tage, Frosttage und Kältewellen. Schön, wir brauchen uns nicht mehr mit Schneeschippen zu plagen und glatte Straßen werden seltener. Viele Schädlinge überleben allerdings und die natürliche Regulierung durch Kälte wird entweder durch mehr Gift ersetzt oder die Lebensmittel werden knapper und teurer. Noch mehr Gift führt aber zu noch mehr Krebs. .
Ø Krankheitsüberträger vermehren sich bei höheren Temperaturen schneller und breiten sich dadurch schneller aus. Leider helfen viele Antibiotika nicht mehr. Es sterben mehr Menschen. .

Es ist nett, die Flüchtlinge mit Teddys zu empfangen, aber sie haben ein Recht auf Heimat

Ø Erwärmt man einen Körper, so dehnt er sich aus. Ist das Meer dieser Körper, so steigt der Meeresspiegel. Hinzu kommt Wasser von schmelzenden Gletschern und arktischem Eis hinzu. Küstennahe Gebiete müssen z.B. in Bangladesch von Millionen Menschen verlassen werden.
Ø In Trockengebieten führt eine weitere Temperaturerhöhung zu noch größerer Not und zu neuen großen Flüchtlingswellen. Schon die Flüchtlingswelle von 2015/16 hat zu gesellschaftlicher Spaltung geführt. Was passiert, wenn zehnmal mehr Menschen kommen?

Wir stehen erst am Anfang

Je höher die Temperaturen über den Meeren, desto heftiger werden Stürme. Wenn Deiche brechen ist das besonders für die Niederländer ein GAU, denn ein großer Teil der Niederlande liegen unter dem Meeresspiegel. Große Teile von Bangladesh liegen weniger als 1m über dem Meeresspiegel. Diese Aufzählung kann man fortsetzen. Es verdunstet über Seen und Meeren mehr Wasser. Also Wassermangel ade? An manchen Stellen schon. Was für einen Nutzen hatten die 15 cm Regen, die kürzlich in Schwerin fielen? Oder 1m Regen in den Houston in den USA. Hier bestand der Nutzen in Milliarden Dollar Schaden. Im Gebirge kommt es dadurch zu mehr Überschwemmungsschäden in den Tälern sowie mehr Lawinen- und Erdrutschschäden sowie mehr Todesopfern. Boden wird weggeschwemmt und es kommt zu geringeren Ernteerträgen. Wo kein Wasser verdunstet, wird die Luft mit jedem Grad um 7% trockener. In den meisten innerkontinentalen Flächen in den mittleren Breiten kommt es zu sinkenden Ernteerträgen, sinkender Qualität von Wasser und abnehmenden Wasservorräten und steigendem Waldbrandrisiko. Die Verknappung von Nahrungsmittel wird Hungersnöte auch dort auslösen, wo man sie schon lange nicht mehr kennt. Das alles ist erst der Anfang, der schon an vielen Stellen beobachtet wird. Die Folge ist eine Erwärmung, die selbst bei von jetzt an konstantem CO2-Gehalt in der Luft noch mindestens 30 Jahre weiter geht. So groß ist der verzögernde Einfluss der Meere mindestens.

Von allein ändert sich nicht

Jeder Konzern erleidet durch den Klimawandel nur Bruchteile des Schadens, den die eigene Produktion bzw. die Konsum seiner Produkte verursachen, aber auch einen Teil des Schadens, den die anderen verursachen. Es besteht immer der Anreiz, die übermäßige Nutzung von Ressourcen bzw. den Ausstoß von Schadstoffen so weit zu treiben zu treiben, bis der eigene Vorteil durch den eigenen Nachteil ausgeglichen wird( Dieselskandal). Kein Staat, in dem Konzerne einflussreich sind, wird von selbst den Schaden so begrenzen, dass die Wettbewerbsfähigkeit und damit der Profit der eigenen Konzerne gefährdet wird. Daher ist es notwendig, in allen Staaten Druck auf die Regierungen auszuüben.

Klimapolitik alle Bereiche der Politik und der Gesellschaft erfassen

Ø Auch Außen- und Verteidigungspolitik? Kampfflugzeuge, Kriegsschiffe, Panzer und andere Militärtechnik erzeugen Treibhausgase und bei ihrer Herstellung werden Treibhausgase erzeugt. Erklärtes Ziel ist es, 2% des Bruttosozialprodukts für Rüstung aufzuwenden. Daran sind besonders die Rüstungskonzerne interessiert. Begründet wird die Rüstung vor allem mit Russland, dass aber viel weniger für die Rüstung verbraucht als die USA ausgeben. Die Rüstungsausgaben aller 29 NATO-Staaten beliefen sich 2018 auf rund 963 Milliarden Dollar. .
Ø Die Rüstungsausgaben Russlands lagen 2018 bei 61 Milliarden Dollar. .
Ø Das Militär gehört zu den größten Umweltzerstörern und Klimaverletzern überhaupt. Das von den NATO-Staaten beschlossene Ziel (zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Rüstung), würde für Deutschland fast eine Verdoppelung bedeuten. Zwei Prozent, das sind mindestens weitere 30 Milliarden Euro, die nicht nur bei Schulen und Kitas, sozialem Wohnungsbau und Krankenhäusern fehlen werden, sondern auch beim ökologischen Umbau und der Förderung von Klimagerechtigkeit. .
Ø Unbewiesene Schuldzuweisungen gegenüber Russland sollen die Notwendigkeit begründen. Die Rüstung bindet Mittel, die zur Klimarettung wichtig sind. Daher gehört zur Klimarettung eine Außenpolitik, die die internationalen Spannungen abbaut. Vorbild sollte dabei die Politik Willy Brandts und Egon Bahrs sein. .
Ø Auch wenn ich Ökokolonialismus strikt ablehne, weil er als Einfallstor für Neokolonialismus missbraucht werden kann, muss auf einige Länder wie Brasilien wegen der Brandrodung Druck ausgeübt werden. Die Entwicklungshilfe soll verstärkt auf Hilfe zur Selbsthilfe und solche Sachhilfe, die die dortige Wirtschaft nicht schädigt, umgestellt werden. Die Wirtschaftspolitik muss sich auf den Klimawandel einstellen. .
Ø Untersuchungen Schweizer Wissenschaftler haben ergeben, das etwa zwei Drittel des Anstiegs des CO2s durch Aufforstungen aufgefangen werden können. Das setzt auch Aufforstung in Deutschland durch Mischwald voraus. .
Ø Die Belastungen müssen nach dem Verursacherprinzip aufgeteilt werden. Rüstungsproduktion und die Produktion großer Autos darf sich nicht mehr lohnen. Das geht aber nur durch hohe Steuern- bis zu 100%- auf Gewinne bei Rüstungsgütern, besonders Angriffswaffen sowie großer Autos wie SUV und Sportwagen. .
Wenn die Vermögens- und Unternehmensgewinne bei 720 Milliarden Euro liegen und davon über 20 % allein von den 30 größten DAX- Unternehmen erzielt werden und die Lohneinkünfte mit 1,5 Billionen € nur knapp doppelt so hoch liegen, sollte jeder begreifen, wo das wahre Potenzial ist, einen Klimawandel zu erzwingen. 90 Konzerne (weltweit) verantworten 63% des CO2- Anstieg.
Ø Die Energieerzeuger müssen für ihre Energiegewinnung aus der Kohle zur Energiewende heran gezogen werden. Ein Teil der Tagebaue müssen zur Minimierung des Risikos einer Dunkelflaute bei Windstille im Winter in Pumpspeicherwerke umgebaut werden. Die Finanzierung kann durch eine Reduzierung der Rüstungskosten sichergestellt werden. Nebenbei schafft das auch Arbeitsplätze. Das Gebiet, aus dem Deutschland Strom bezieht, muss ausgebaut werden. Besonders geeignet ist ein Verbund mit den Windkraftwerken der russischen Halbinsel Kola, denn in einem so großen Gesamtgebiet gibt es nie überall Windstille. Das Projekt wurde unter der Bezeichnung Windbrücke-WindBridge bei den Stralsunder Russlandtagen vorgestellt. Ø Auch die Möglichkeiten der Kernfusion müssen angesichts des Ernstes der Lage stärker erforscht werden. So gefährlich es auch klingt, wenn man für Kernkraftwerke einen KÜV wie bei Autos einen TÜV hätte und keinen Energieverbund mit Russland schafft, muss man auch über eine veränderte Reihenfolge von Kohle- und Kernkraftausstieg nachdenken. Unsere Nachbarn behalten ihre AKW ohnehin. Ø Auch die Erforschung von LENR( früher kalte Kernfusion genannt), muss gefördert werden.

Manches lässt sich sofort machen

Ø wie Tempo 130 auf Autobahnen und Tempo 80 auf Bundes- und Landstraßen sowie Tempo 50 nur noch in den innerstätischen Straßen, die Hauptverkehrsadern mit grüner Welle bei Tempo 45 sind. Sonst sollte in Städten Tempo 30 Norm werden. .
Ø Der öffentliche Verkehr muss ausgebaut und billiger als Autofahren werden. Wir brauchen mehr Radwege, die besser instand gehalten werden. .
Fff fordert „Eine Steuer auf alle Treibhausgasemissionen. Der Preis für den Ausstoß von Treibhausgasen muss schnell so hoch werden wie die Kosten, die dadurch uns und zukünftigen Generationen entstehen. Laut UBA sind das 180€ pro Tonne CO2.

Sozial gerecht

Ø Ohne Erhöhung des Mindestlohns auf einen Betrag , der zu mindestens 1800 € Steuern für ein Paar führt, einer Erhöhung der Pendlerpauschale, die die Kosten bis 120 g Ausstoß je km abdeckt , der Einführung einer Strom- und Heizkostenpauschale die den Verbrauch im Niedrigbereich abdecken sowie analogen Erhöhungen der Renten, des Arbeitslosengeldes I und II sowie der Sozialhilfe ist eine Co2-Steuer sozial ungerecht und führt zu einer weiteren Spaltung der Gesellschaft! Statt dessen sind die Konzerne als Verursacher entsprechend in Form einer Gewinnsteuer stärker zu besteuern. Gewinnsteuern auf Angriffswaffen und schwere Auto bis zu 100%. Diese kann man auch nicht auf Verbraucher abwälzen.
Doch wir sollten auch an uns selbst Forderungen stellen: Ø Wenn das Verkehrsnetz ausgebaut ist und die eigenen Fähigkeiten altersbedingt nachlasen, sollte man über Verzicht auf das Auto nachdenken. Unnütze Fahrten müssen vermieden werden, z.B. um eine Pizza zu holen. Wer das Auto braucht, sollte beim Neukauf das kleinstmögliche Auto kaufen, dass ausreichend Kofferraum bietet und zwischen Kassel und Frankfurt gut über die Berge kommt(70 PS reichen im Allgemeinen), wobei durch das geringere Gewicht weniger Reifenabrieb (Mikroplastik) entsteht, was ein weiterer gefährlicher Schadfaktor von Autos ist. Man spart Benzin, wenn man weniger bremst und öfter ausrollen lässt, wenn hinter einem keiner fährt, besonders bei roten Ampeln kommt man sogar mit weniger Beschleunigung wieder in Fahrt. Aber auch nicht trödeln, um die Anderen nicht zu ständigem Bremsen und Beschleunigen mit hohem Energieverbrauch zu zwingen Autos sind keine Sportgeräte. Man spart auch Geld, wenn man einen Versicherungstarif für jährlich 6000 Fahrkilometer wählt, falls dies möglich ist. Dadurch setzt man sich selbst unter Druck. .
Ø Technische Geräte verbrauchen bei der Herstellung Energie. Besonders drastisch ist das beim Smartphone. Das Smartphone braucht in der Herstellung führt bei seine Herstellung zu 48 kg CO2- Ausstoß. Das entspricht 250 km Fliegen, 250 km Auto fahren oder 1000 km Zug fahren. .
Nur defekte Geräte ersetzen und nicht ständig nach dem Neuesten jagen. Das vermindert auch die Kinderarbeit unter der Sklaverei ähnlichen Bedingungen bei der Rohstoffgewinnung. Vor über 10 Jahren wurde ein neues künstliches Gas entdeckt (NF3 – Stickstofftrifluorid) das in der Elektronikindustrie freigesetzt wird und etwa die 17.000-fache Wirkung auf den Treibhauseffekt hat. Die NF3-Konzentration hat sich während des vergangenen Jahrzehnts offenbar fast verhundertfacht, ist aber immer noch sehr klein, d.h. etwa einem Teilchen pro Billion. Noch unbedeutend, aber man muss es im Auge behalten. .
Ø Durch Suchanfragen usw. wird im Netz 20 mal so viel Energie verbraucht wie vom Gerät selbst. Und Videostreaming nur maßvoll ansehen. Öfter mal abschalten. .
Ø Jeder sollt wenigstens einen Baum pflanzen. Hierzu gibt es bereits viele Aktionen.

In der Wohnung sind viele Ideen gefragt

Ø Sinnvoll heizen, d. h. angenehme Temperatur mit Langarmshirt und Unterhemd, langer Hose und Socken im Winter statt freier Oberkörper und Boxershorts sollte selbstverständlich werden. .
Ø Sinnvoll lüften heißt in der Heizperiode alle Fenster weit öffnen um mit viel Durchzug in kurzer Zeit eine Auskühlung der Wände zu verhindern. Ø Energiesparlampen sparen in der Heizperiode kaum, da die Abwärme herkömmlicher Lampen ungewollter Bestandteil des Heizens ist. In Küchen sind sie sehr sinnvoll, wenn man sie nicht extra mit dem Auto entsorgt, in Schlafzimmern und Kellern bringen sie wegen der höheren Herstellungsenergie wenig oder nichts. .
Ø Oft genügt auch ein Besen statt des Staubsaugers

Beim Essen kann man folgendes bedenken

Ø Bohnen- und Linsengerichte ohne Fleisch enthalten genauso viele wertvolle Eiweiße wie eine Portion Fleisch. .
Ø Legt man die Eier zum Kochen in kaltes Wasser, so verkürzt sich die Kochzeit um eine Minute. .
Ø Kartoffeln und viele Gemüsearten eignen sich zum Garziehen. Nach dem Aufkochen die Elektroplatte abschalten und den Topf auf der Platte lassen. Beim Gasherd noch etwas mit wenig Gas köcheln lassen und dann weiter ziehen lassen. .

Man kann sicher noch viele Möglichkeiten finden, wenn man will, ganz nach dem Motto, Kleinvieh macht auch Mist. Und wir müssen wollen. Vor allem aber sollten wir aufhören, Dinge zu kaufen, um den Nachbarn zu beeindrucken, den wir sowieso nicht leiden können. Man braucht kein Statussymbol und keine unnatürliche Gier auf diese Dinge.