Überwachungskameras

In Bezug auf das Pilotprojekt"Sicherheitsbahnhof Berlin- Südkreuz" gab es am 11. Oktober 2018 laut rbb/24 folgende Siegesmeldung:
80% der Verdächtigen (Testpersonen) wurden erkannt.

Außerdem wurde bekannt: Nur 0,1% der Personen wurden fälschlicherweise verdächtigt, d.h. mit einer von 201 Testpersonen verwechselt. Würde man nach bei ähnlicher Streuung der Gesichtsdaten 2000 Personen fahnden, läge die Fehlerquote schon bei 1%.

Auf Deutschland angewendet: Laut DB reisen täglich 11,9 Millionen Menschen mit der Bahn. Darunter sind auch zahlreiche Doppelerfasungen (Tagespendler). Trotzdem handelt es sich um mehr als 6 Millionen Reisende, d.h. 7,5% der Einwohner. Nimmt man an, das 7,5% der 2000 Gesuchten reisen, handelt es sich um 150 Personen. Von den 6 Millionen werden 6000 fälschlicherweise verdächtigt und von den 150 werden 120 erkannt. Von 6120 Verdächtigen sind 120 tatsächlich Gesuchte. Das sind 2%.

Quote des Fehlalarms : 98% Wenn Gesuchte allerdings weniger häufig unterwegs sind(sie verbergen sich), steigt die Fehlerquote an.

Wenn eine Person von Tausend einem von 201 Testern bzw. Testerinnen ähnelt, so ähnelt eine Person von 201000 einem bestimmtem Tester bzw. einer bestimmten Testerin. Auf 60 Millionen Menschen in Deutschland bezogen (Kinder, Alte, Bettlägerige sind ausgenommen) ähnelt also ein durchschnittlicher Bewohner bzw. eine Bewohnerin (60 Millionen geteilt durch 200000 =300) 300 Personen so sehr, dass er von der Software von dieser nicht unterschieden wird.

Es gibt also etwa 300 Personen in Deutschland, die man mit Ihnen verwechseln kann. Für den Fall, dass sich darunter eine zu Fahndung ausgeschrieben Person befindet, die als gewaltbereit und bewaffnet einstuft wurde, wünsche ich Ihnen alles Gute. Heben Sie bei jeder unverständlichen lauten Ansage die Hände. Es könnte Ihr Leben retten.

Sollte das Programm allerdings nicht lernfähig sein, sind die von mir angegebenen Werte übertrieben. Statt dessen werden immer wieder die gleichen Menschen unnötigerweise belästigt. Hierzu wurden keine Angaben gemacht.

Fairerweise muss ich zugeben, das Menschen sich noch häufiger irren. Als man in den USA nach der Einführung von DNS- Tests alte Todesurteile untersuchte, stellte man bei jedem 6. Urteil fest, der Täter war es nicht. Es gab also in jedem 6. Fall mit je sechs gegenüber gestellten Personen einen Fehler. Das ist eine Verwechslungsquote von 1:36. Da Alter, Statur, Haarfarbe und Größe der Personen der Gegenübergestellten etwa übereinstimmten, läuft dies bei normaler Statur (ca. 50%), nicht zu hohem Alter (etwa 12,5%, d.h. ein Achtel, Größe(ca. einem Viertel) und Haarfarbe(etwa jeder fünfte) auf eine Fehlerquote von 1:11500 (36*2*8*4*5)hinaus. Menschen werden Sie mit etwa je einem von 11500 Menschen verwechseln. Da es nur ein Richtwert sein kann, runde ich auf 12000. Hat ein Geheimdienst 24000 Mitarbeiter, sehen Ihnen wahrscheinlich zwei zum Verwechseln ähnlich. Auch ein Partner nützt nichts. Auch diesem sehen zwei Menschen zum Verwechseln ähnlich. Daher kann man je zwei beliebige Personen beschuldigen, Mitarbeiter eines großen Geheimdienstes zu sein. Ein Schelm, wer dabei der Name Skripal einfällt. Für Frauen ist das Risiko deutlich kleiner, da es bei Geheimdiensten noch keine Frauenquote gibt.