Energie richtig sparen - es kommen immer neue Tipps dazu

1. Energiesparlampen - ein Flop?

Klassische Lampen nutzen die Energie nur zu 7%. Der Rest ist nutzlose Abwärme. Diese Aussage ist außerhalb der Heizperiode richtig, aber nur dann.

In der Heizperiode wird die "nutzlose" Abwärme vor allem in Form von Infrarotlicht abgestrahlt und verbleibt bei geschlossenen Fenstern im Raum (Treibhauseffekt des Fensterglases). Beim Erreichen der früher erreichten Wohlfühltemperatur wird die Heizung runtergedreht und warmes Heizungswasser gespart. Dadurch gibt es kaum Energieverlust. Lampen sind wegen der längeren Dunkelheit aber in der Heizperiode im Durchschnitt länger eingeschaltet als an langen und hellen Sommertagen. Der größte Teil der Einsparung findet nicht statt, bringt den Produzenten aber einen guten Gewinn. Für ein gutes Gewissen bezahlen viele Leute gern etwas mehr.

Was ist mit Kellerlampen? In Kellern ist Heizen unnötig und sogar oft unerwünscht. Warum ist es trotzdem keine gute Idee, hier Energiesparlampen einzusetzen, um z.B. eine herkömmliche Lampe von 40 W durch eine Energiesparlampe von 7 Watt zu ersetzen? Hinter dem höheren Preis der Enegiesparlampe verbirgt sich auch ein höherer energetischer Aufwand bei der Herstellung von deutlich über einer kWh.
Wer jährlich 30 mal für 5 Minuten in den Keller geht und diesen energiesparend ausleuchtet, spart 2,5 Stunden je 33 W, also 0,08333 kWh und in zehn Jahren 0,833 kWh. Im Keller leuchtet eine Enegieverschwendungslampe, die als Sondermüll entsorgt werden muss.
In der Küche, die vorwiegend durch den Herd geheizt wird, hingegen bringt die Energiesparlampe tatsächlich etwas, es sei denn, man entsorgt die Lampe mit Hilfe des Autos. Der erste Kilometer mit kaltem Motor verbraucht nämlich etwa 0,1 l Benzin, d.h. etwa eine kWh. Ein kg Benzin hat einen Brennwert von etwa 11,3 kWh und wegen der geringen Dichte des Benzins rund 8,5 kWh je Liter.

2. Auto richtig fahren und kaufen

Ein Auto, dessen Geschwindigkeit verdoppelt wird, hat die vierfache Energie. Diese muss dem Auto zugeführt werden, egal, womit der Motor betrieben wird. Die Formel für die Bewegungsenergie lautet: Energie=Halbe Masse mal Quadrat der Geschwindigkeit. Beim Berechnen der Energie nimmt man als Maßeinheit üblicherweise statt Kilometer je Stunde Meter je Sekunde. Zur leichteren Orientierung gebe ich in der folgenden Tabelle einen Überblick zur Umrechnung und im 2. Teil einen Überblick zum Benzinverbrauch.

Je häufiger ein Auto beschleunigt wird, desto höher ist der Energieverbrauch. Lückenspringer sind deshalb besonders extreme Energieverschwender. Auch auf der Autobahn ist es energetisch günstiger, mit möglichst konstanter Geschwindigkeit zu fahren.
Das zweite Problem ist der Luftwiderstand(Fahrwind). Je höher die Geschwindigkeit ist, desto höher ist der Energieverbrauch. Geschwindigkeitsbegrenzungen sind eine wesentliche Möglichkeit, Energie zu sparen.
Die Energie ist proportional zur Masse. Deshalb sind kompakte Fahrzeuge günstiger als große Fahrzeuge. Besonders SUV mit einem Verbrauch von bis zu 16 l je 100 km sind Energiefresser, obwohl es neuerdings auch energiesparende Typen gibt.