Energie ist das Vermögen eines Systems, Arbeit zu verrichten

Im Sommer gibt es viel Sonnenenergie, im Winter wird viel geheizt. Tagsüber gibt es Sonnenenergie, in der Nacht wird beleuchtet

Wie speichert man sieben Milliarden Kilowattstunden?

Auf Autobatterien steht z.B.: 12V 88 Ah. Es handelt sich um 12* 88=1086 VAh oder auch 1,086 kWh. Um eine Milliarde kWh zu speichern, benötigt man von dieser Sorte rund 920 Millionen. In allen deutschen Autos gibt es grob gerundet 40 Millionen Batterien. Die Autobatterien gelten als Umweltproblem und können allenfalls in E- Autos eine größere Rolle spielen, aber nicht zur Stromspeicherung genutzt werden.

In der Lausitz sollen Braunkohlentagebaue stillgelegt werden. Wenn man an deren Stelle Pumpspeicherwerke bauen würde, ergibt sich folgendes Bild: Je ein Quadtratkilometer Wasser für obere und untere Becken mit maximal 20 m Wasserhöhe enthalten 16:06 12.01.2019insgesamt 20 Millionen m³ Wasser und damit 20 Milliarden kg Wasser. Bei einem Höhenunterschied von 92 m ergeben sich 9,8(Erdbeschleunigung) mal 20 000 000 000 *92 =rund 18 Billionen Ws potenzielle Energie. Dies sind 18 Milliarden kWs. Daraus erhält man durch Division durch 3600(1 Stunde =3600 s) rund 5 Millionen Kilowattstunden je Quadratkilometer. Man würde bei doppeltem Höhenunterschied 10 Millionen KWh und bei Erweiterung auf 100 km² Wasserfläche eine Milliarde kWh speichern können. Es würden also für untere und obere Becken sogar 200 Quadratkilometer benötigt werden. Für 7 Milliarde KWh sind das 1400 Quadratkilometer.

Nutzt man überschüssige Energie an warmen Sonnentagen, so kann man damit auch Wasserstoffaus Wasser erzeugen. Dabei gelten folgende Werte: 33,3 kWh je kg sind = 3,0 kWh je Kubikmeter bei 0°C und 1013 mbar Druck. Man muss also 330 Millionen Kubikmeter Wasserstoff herstellen.

Bei einer nur dreitägigen großflächigen Flaute im Dezember ohne Wind und bei einer sehr optimistischen Schätzung der Solarenergieerzeugung von 5 KWh je Einwohner und Tag(bei der rund 1% Deutschlands von Solaranlagen bedeckt wären) fehlen je Einwohner 45 KWh(da der Bedarf bei 20 KWh pro Einwohner und Tag liegt und damit in drei Tagen 60 KWh beträgt). Das sind bei 80 Millionen Einwohnern 3,6 Milliarden KWh. Berücksichtigt man den Wirkungsgrad (plausibel 50%) handelt es sich um 7,2 Milliarden KWh.

Deckt man 4 Milliarden KWh durch Pumpspeicherwerke und 3 Milliarden KWh durch Wasserstoff so ergibt sich folgender Bedarf: 800 Quadratkilometer Pumpspeicherwerke(4*200) und einem Kubikkilometer Wasserstoff.

Die Braunkohletagebaue umfassen die dreifache Fläche der genannten 800 km². Es wird also kein neues Gebiet beansprucht, wenn man im Zug des Kohleausstiegs ein Drittel zu Pumpspeicherwerken umbaut. Wenn die Planungen jetzt beginnen, könnte man den Abraum von Anfang an so lagern, dass der Aufwand so gering wie möglich wird. Der vereinbarte Kohleausstieg enthält solche Pläne nicht.

Pläne, um dies in die Tat umzusetzten, sind mir nicht bekannt.Was ich aber kenne: Annalena Baerbock von den Grünen:"An Tagen wie diesen, wo es grau ist, da haben wir natürlich viel weniger erneuerbare Energien. Deswegen haben wir Speicher. Deswegen fungiert das Netz als Speicher. Und das ist alles ausgerechnet."

. Tatsächlich speichert das Netz keine nenneswerte Energiemenge. Ohne Speicher muss man bei einer Dunkelflaute Strom importieren. Wer das mit Windkraft will, kommt kaum um Windstrom von der russischen Kolahalbinsel aus. Dazu wäre eine neue Russlandpolitik nötig.